Speicher für ein Balkonkraftwerk nachrüsten
Bei bestehenden Anlagen ist ein AC-Speicher meist der einfachste Weg, weil Module und Wechselrichter bleiben können. Ein DC-Speicher ist effizienter, oft aber nur mit neuem Wechselrichter möglich.
Erst prüfen, ob es sich lohnt
Schau zuerst auf deinen Überschuss. Zeigt die App deines Wechselrichters oder ein Smart Meter, dass mittags regelmäßig viel Strom ins Netz geht, hat ein Speicher etwas zu tun. Verbrauchst du fast alles direkt, bringt er wenig. Bei einer kleinen Anlage mit 800 Wp an einem senkrechten Südbalkon rechnet sich ein Speicher oft nur knapp. Prüfe es im Rechner.
AC oder DC beim Nachrüsten
- AC-Speicher: Er kommt zusätzlich ans Hausnetz und lädt aus Wechselstrom. Module und Wechselrichter bleiben. Dafür fallen mehr Umwandlungsverluste an.
- DC-Speicher: Er sitzt zwischen Modulen und Wechselrichter. Häufig musst du den Wechselrichter tauschen oder das Gerät übernimmt diese Aufgabe gleich selbst. Die Spannung muss zu den Modulen passen, das steht im Datenblatt.
Checkliste
- Modulleistung, Wechselrichter und Stecker notieren.
- Datenblatt von Speicher und Wechselrichter vergleichen.
- Aufstellort wählen: Temperatur, Schutzklasse und Gewicht beachten. Geräte wiegen oft über 25 kg.
- Smart Meter einplanen, wenn der Speicher sich nach dem Verbrauch richten soll.
- Anmeldung klären: Das Balkonkraftwerk muss ins Marktstammdatenregister. Laut Verbraucherzentrale geht die vereinfachte Anmeldung mit Speicher noch nicht, und Speicher sind zusätzlich beim Netzbetreiber anzumelden. Frag im Zweifel deinen Netzbetreiber.
Passende Geräte findest du im Vergleich. Bei Unsicherheit zur Elektrik frag einen Fachbetrieb.